.... na, hier hatte einer Zeit gehabt.

( ... muss ich erst einmal darüber nachdenken ! ? )

 

"Die Herbst- und Winterzeit gilt im Volksmund als Zeit, in der Partnerlose mit ihrer Partnerlosigkeit besonders stark konfrontiert werden. Das Gedicht Herbsttag von Rainer Maria RILKE wird gerne zitiert, um die Einsamkeit der Alleinlebenden zu beschwören (z.B. Hendrik WERNER in der Welt am Sonntag vom 29.09.2002):

"Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben."

Wem der Zeitrahmen für die Partnersuche solcherart eingeschränkt erscheint, der gerät schnell in die Einsamkeitsfalle. Thomas KIRSCHNER schreibt deshalb folgerichtig:

Jetzt backe ich sie mir selbst

"Wahrscheinlich wurde nie ein Gedicht geschrieben, dessen Wirkung auf Alleinstehende verheerender ist als dieses. Warum? Weil es den Zeitrahmen derart einengt, daß man glaubt, man hätte entweder noch ganze zwei Tage, um ein Date vom Zaun zu brechen, oder man müßte sich einen langen, einsamen Winter lang von der Einsamkeit irgendwelche leeren Alleen entlangjagen lassen.
Das ist natürlich Quatsch (...). Im Wyberspace gibt es keine Jahreszeiten."
(Thomas KIRSCHNER "Jetzt backe ich sie mir selbst", 2000)

KIRSCHNER versucht in seinem Ratgeber u.a. die mentalen Barrieren der Partnerlosen bei der Partnersuche aufzuzeigen. Der Partnersuchende soll sich bewusst werden, dass seine Vorstellungen über den Verlauf und das Ziel der Partnersuche entscheidend den tatsächlichen Verlauf beeinflussen.
          
 Wer einsam ist, der macht bei der Partnersuche oftmals Kompromisse, die sich  auf eine spätere Partnerschaft negativ auswirken können. Andererseits kann seine Ungeduld einen potenziellen Partner abschrecken.
          
 Steffen FLIEGEL hat in einer Sendung des WDR 2 vom 18.09.1998 Kontaktanzeigen als eine Hilfe gegen die Einsamkeit vorgeschlagen.
          
 KIRSCHNER geht ausführlicher auf dieses Thema ein und verbindet es zudem mit den Möglichkeiten, die das Internet bietet.
          
 In dem Buch Singlefrau und Märchenprinz beschreibt der französische Soziologe Jean-Claude KAUFMANN die Einsamkeit moderner Frauen. Die Abwärtsspirale von Warten auf den Märchenprinz und der Rückzug auf die eigene Wohnung führt direkt in die "finsterste Einsamkeit": "

 

Jo: Jungs, ich halte dies nicht aus. Ich muss erst einmal auf`s Moped - nachdenken!!